18 August 2015

Mikroplastik in der Kosmerik - warum es so gefährlich ist.

Meiner letzten Box von Douglas lag ein Peeling einer mir bisher unbekannten Marke bei. Ehrlich gesagt hätte ich dem Produkt nicht sehr viel Beachtung geschenkt, wenn mir nicht beim ersten Schnuppern der geniale Honigduft in die Nase gestiegen wäre... Hach, einfach ein Traum! Ich mag Honig sehr sehr gerne und dieses Peeling duftete wunderbar nach einer frisch geöffneten Honigflasche 

Aus spontaner Begeisterung habe ich mich nach dem Hersteller und den Inhaltsstoffen erkundigt. Der Hersteller stammt aus Italien und wirbt damit, dass alle benutzten Rohstoffe auf insektizid- und pestizidfreien Anbauflächen wachsen und sehr hochwertig sind. Das hört sich richtig klasse an, allerdings zeigt ein näherer Blick auf die Inhaltsstoffe, dass das Peeling leider Mikroplastik enthält.


Unter Mikroplastik versteht man winzige blaue Kügelchen aus Polyethylen (manchmal auch aus Polypropylen oder Polyamid). Sie werden vor allem in Peelings und Zahnpasta wegen ihrer sanften rubbelnden Wirkung eingesetzt.

Laut meinen Recherchen ist Mikroplastik für den Menschen unschädlich - solange man es nicht aus Versehen einnimmt. Für die Umwelt ist es jedoch ein immer größer werdendes Problem, denn diese kleinen Teilchen gelangen z.B. nach einer Peelinganwendung ins Abwasser und später in die Kläranlage. Dort können nicht alle von Klärschlamm aufgehalten werden, sodass am Ende Mikroplastik über den Ablauf in Flüsse und Meere gelangt. Mit dem Wind können sich sich die Teilchen sogar über Felder verteilen.

Und hier kommt das große Problem: Mikroplastik zersetzt sich nicht, sondern mutiert zu einer Art Giftmülltransporter. Es bindet toxische Stoffe (z.B. aus dem Meer) an seine Oberfläche und wird von ahnungslosen Fischen und anderen Tieren als Nahrung zu sich genommen. Viele sterben daran - andere landen auf unserem Teller. Und so gelangt Mikroplastik schließlich auch über Umwege in unseren Organismus. Dass Plastik für uns nicht gut ist, brauche ich nicht zu erwähnen.

Daher versuche ich Produkte mit Mikroplastik zu meiden - und es gibt viele Alternativen! Nicht jeder Hersteller mischt diese Teilchen in sein Peeling, denn es gibt genügend andere Stoffe, die eine gute Peelingwirkung garantieren (z.B. gemahlene Aprikosenkerne). Mein Lieblingspeeling von Rossmann enthält z.B. kein Mikroplastik! *klick* 

Wie erkenne ich Mikroplastik in Produkten?
Grundsätzlich durch die Angabe PolyethylenPolypropylen oder Polyamid auf der Liste der Inhaltsstoffe. Zudem verzichtet Naturkosmetik auf Mikroplastik. Auf http://www.bund.net/mikroplastik gibt es einen Ratgeber, der eine Liste mit Produkten, die Mikroplastik enthalten, führt.

Habt ihr bisher etwas von Mikroplastik gehört?

Ich habe mich hier und hier über das Thema informiert.

9 comments:

  1. Guten Morgen Liana, ich muss sagen, dass ich beim Kauf auch auf natürlich Schleifkörnchen achte. Denn man muss ja die Umweltverschmutzung nicht weiter fördern. Aber soweit ich mitbekommen habe, achten da mittlerweile mehr und mehr Hersteller darauf. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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  2. Sehr interessanter Bericht! Ich werde in Zukunft vermehrt darauf achten.

    Gruß
    Bearnerdette

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  3. Danke für den Post. Obwohl ich mich als umweltbewussten Menschen bezeichnen würde, war mir die Problematik des Mikroplastiks nicht bewusst. Und die Liste auf bund.net ist so lang! Hätte nicht gedacht, dass auch Teint-Produkte, Lidschatten etc. etc. betroffen sind.

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  4. Ich finde das mittlerweile auch mehr als erschreckend in wie vielen Produkten Mikroplastik steckt bei denen man es nichtmal ansatzweise annehmen würde. Ich frage mich warum es nicht längst verboten wird...

    Liebe Grüße
    Sylvia

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  5. Mein Exfreund hatte mir von einem Bericht erzählt, den er im Fernsehen gesehen hat und das stimmte mich sehr traurig =( toll, dass du darüber schreibst, das werde ich direkt mal teilen.

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  6. Hi meine Liebe
    Vielen, vielen lieben Dank für deinen Kommentar:) Ich habe mich riesig gefreut.
    Ich kenne diese Problematik, da es von meinem "Organischer-Chemie" Prof am Anfang vom Studium angesprochen wurde.
    In einer Doku habe ich gerade gesehen, dass wir mit dem Salat vom Supermarkt mehr Chlor aufnehmen, als wenn wir ins Schwimmbad gehen. Irgendwie schon erschreckend, dass man da die Allgemeinbevölkerung nicht mehr informiert.
    Ich benutze gerne Peelings von Lush, mit Meersalz.
    Alles Liebe Lena

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  7. Danke für den Post. Werde gleich mal mein Bad durchsuchen. Auf sowas bin ich noch gar nicht gestoßen!
    Lieben Gruß Sara

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  8. Ich muss leider gestehen, dass ich bisher nichts über Mikroplastik wusste :( Schön, dass du nun was dazu geschrieben hast, danke dafür ^.^ Es ist traurig, dass es überhaupt noch verwendet wird, vor allem wenn es Alternativen gibt. Das Peeling von Rossmann muss ich mir übrigens dann auch nochmal genauer anschauen hihi

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  9. Ein sehr sehr interessanter Bericht!

    Danke Dir!

    Wünsche Dir ein schönes Wochenende!

    xoxo Jacqueline
    www.hokis1981.blogspot.com

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